Iran: „Seid untertan der Obrigkeit!“


Mohammadresa Naqdi, der Chef der paramilitärischen Bassidschis, hat sich am 28. Oktober 2010 in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in Zusammenhang mit der geplanten Streichung der staatlichen Subventionen für Grundgüter und der Einführung einer „Sozialhilfe“ (Yarane) an die iranische Öffentlichkeit und vor allem an seine bewaffneten Mannen gewandt. Gezielt verwendet er dabei das Wort Yarane (Freundschaftsgeld) auch für die Streichung der Subventionen!
Er sagt: „Die Umsetzung des Yarane-Projekts ist ein großer chirurgischer Eingriff, den man erdulden muss, um die Gefahr zu überstehen. (…) Die Teile der Bevölkerung, die möglicherweise infolge der Umsetzung der „Yarane“ Beeinträchtigungen erleiden, müssen sich bemühen, mehr Geduld an den Tag zu legen, um nach dieser Phase den Geschmack der süßen Früchte der Ausführung des Gesetzes zu kosten.“ Von den Betroffenen verlangte er, sie sollten zugunsten des nationalen Fortschritts von ihren kurzfristigen persönlichen Vorteilen Abstand nehmen und die Streichung des „Yarane“ nicht zu Spekulationszwecken missbrauchen.

Denuntianten gesucht
Im weiteren forderte er die Bevölkerung, namentlich seine Bassidschi-Milizen dazu auf, dem Staat bei der Durchführung dieses Gesetzes zu helfen. Das könnten sie tun, indem sie dem Staat meldeten, wo Ware gehortet wird und wo „Unruhestifter“ Proteste anzetteln. Mit Hilfe solcher Informationen könne der Staat rechtzeitig zuschlagen.

Von Ali Schirasi

 
 

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