„In wenigen Tagen wird Sakineh Ashtiani voraussichtlich sterben“


Nach Angaben der Menschenrechtlerin Mina Ahadi sollen iranische Behörden die Erlaubnis für die Hinrichtung erteilt haben

 

Das Urteil, so betonte man zu diesem Zeitpunkt, sei jedoch „endgültig und anzuwenden“ (siehe Irans Führung verschiebt die Steinigung einer Frau wegen Ehebruchs). Mitte August wurde sie dann im Staatsfernsehen vorgeführt, wo sie ihr „Vergehen“ (angeblich unterhielt sie nach dem Tod ihres Mannes „illegale Beziehungen“) einräumte und die westlichen Medien der Einmischung bezichtigte (siehe Iranische Führung versucht, Verurteilung zur Steinigung zu rechtfertigen).

Vergangener Woche gab es dann verschiedene internationale Presseberichte, die darauf aufmerksam machten, dass die Hinrichtung unmittelbar bevorstehe. Am Mittwoch gab der französische Außenminister Kouchner, der sich dabei auf Aussagen seines iranischen Amtskollegen stützte, Entwarnung. Ein Urteil in der Sache sei noch nicht gefallen. Internationale Menschenrechtsorganisationen, wie das Internationale Komitee gegen Steinigung wiesen daraufhin, dass der Aufschub vor allem dem weltweiten Protest zu verdanken sei. Eine Petition der Unterstützer-Site Free Sakineh gegen das Todesurteil haben derzeit über 400.000 Personen unterzeichnet.

Vertreter der Justiz in der Provinz Ostazerbaidschan betonten dem staatlich finanzierten iranischen Fernsehsender Press.TV gegenüber, dass der Fall noch geprüft werde. Westliche Meldungen über eine bevorstehende Hinrichtung bezeichnete man als „Propaganda“, die Druck auf das Land ausüben wolle. Ashtiani gehe es im Gefängnis in Täbris gut; sie sei gesundheitlich in bestem Zustand .

Nach aktuellen Informationen sollen Behörden nun dem Gefängnis in Täbris doch die Erlaubnis für die Hinrichtung Ashtianis durch den Strang erteilt haben: „In wenigen Tagen wird Sakineh Ashtiani voraussichtlich sterben“, heißt es in einem Bericht der FAZ. Er stammt von Mina Ahadi, der Gründerin des Internationalen Komitees gegen Steinigung (und des deutschen Zentralrats der Ex-Muslime). Ihres Wissens nach leide die Frau unter Schmerzen, „da sie mehrmals ausgepeitscht wurde“. Niemand dürfe sie besuchen, ihr Sohn und der Verteidiger Javid Kian sollen verhaftet worden sein, weil sie mit Medien in Kontakt standen und Interviews gaben.

Quelle

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