Wird es heuer zu Ashura auch so sein wie 2009 ?


Am 26. Dezember 2009, am Vorabend des Aschura-Festes, kam es vom frühen Morgen bis in die Nacht zu Demonstrationen in allen größeren Städten Irans gegen die Regierung Irans. In Irans Hauptstadt Teheran spielten sich brutale Szenen ab. Den ganzen Tag über lieferten sich regierungskritische Demonstranten und Basidsch-Milizen erbitterte Gefechte, bei denen es zum Einsatz von Schlagstöcken und Tränengas kam. Polizisten hatten im Zentrum Teherans Schüsse in die Luft abgegeben, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, was ihnen allerdings nicht gelang. Die Demonstranten riefen unter anderem „Tod dem Diktator“ und „Habt keine Angst, wir halten alle zusammen“.[4] Der ehemalige Präsidenten Khatami musste seine Ansprache in einer Moschee im Norden Teherans aus Sicherheitsgründen nach wenigen Minuten abbrechen. Erstmals waren auch Rufe nach einem Ende des Velayat-e faqih zu hören.

Tags darauf eskalierte die Situation weiter und es wurde von mindestens acht Todesopfern berichtet.[5] Demonstrationen und teilweise gewalttätige Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften wurden aus 21 Städten Irans berichtet. Ziel der Protestaktionen war nun nicht mehr eine Reform des bestehenden Systems sondern ein Regimewechsel. In Sprechchören, die am Tag des Aschura-Festes am 27. Dezember 2009 in den Straßen zu hören waren, riefen Demonstranten: „Wir werden kämpfen, wir werden sterben, wir werden unser Land zurückerobern.“[6]

Regierung, Justiz und Polizei reagierten am Tag nach dem Aschura-Fest mit einer großen Verhaftungswelle. Mehr als 300 Personen aus dem politischen Umfeld von Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karroubi, den Anführern der Oppositionsbewegung, wurden verhaftet, darunter auch Ebrahim Yazdi, der Generalsekretär der Iranischen Freiheitsbewegung und die Medizinprofessorin Noushin Ebadi, Schwester der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi. Der Geistliche Abbas Waes Tabasi, Vertreter des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, dem Nachfolger Chomeinis, bezeichnete laut staatlichem iranischen Fernsehen diejenigen, die hinter den derzeitigen Protestaktionen steckten, als „Feinde Gottes“ {mohareb ba choda), die nach den Gesetzen der Scharia hingerichtet werden müssten. Der schiitische Geistliche und Oppositionspolitiker Mehdi Karroubi erklärte: „Dieser Staat ist weder eine Republik noch islamisch.“

 

„IR-Regimetreue“ werden vermöbelt ( Ashura 2009 )

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