Die Araber – Geschichte eines Feindbildes


Kriege im Namen von Freiheit und Demokratie — gegen die afghanischen Taliban, gegen den Irak — sind Versuche, dem Terror zu begegnen. Diese gewaltsame Unterstützung auf dem Weg in die Moderne wird von den betroffenen Völkern aber nicht nur als Hilfe, sondern vielfach als demütigende Bevormundung wahrgenommen.

Das Verhältnis zwischen Europa und dem Orient, zwischen Christen und Muslimen, war nie gleichgültig und häufig schwierig. Stets waren die Vorstellungen geprägt von der Sehnsucht nach dem Fremden, aber auch von diffusen Ängsten vor der Fremdheit der arabischen Menschen. Doch seit Jahrzehnten treten die zwischen Neugier und Distanz ausbalancierten Wertungen in den Hintergrund. Obwohl die Araber in der islamischen Welt nur eine relativ kleine Minderheit bilden, werden Araber und Islam häufig gleichgesetzt, erscheint der Islam heutzutage als eine Religion arabischer Fanatiker.

Der Film fragt nach den Wurzeln dieser Konflikte, die bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges zurück reichen. Von ihren Regierungen und von den politischen Ideen des Westens gleichermaßen enttäuscht, suchen viele Araber eine neue Orientierung in der Religion. Mehr und mehr wurde der Islam politisch instrumentalisiert, schien er die universelle Lösung aller Probleme zu sein. Und außerhalb der arabischen Welt, im Iran und später in Afghanistan, formte ein radikalisierter Islam neue Vorbilder — auf für viele Menschen in den arabischen Staaten.

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