Die Menschenrechts-Charta von Kurosh, dem Großen


Wenn sich nur die Politiker und Machthabenden in aller Welt daran halten würden…
Aber das ist wohl auch nach mehr als 2500 Jahren ein frommer Wunsch.

(aufs Deutsche übersetzt – aus dem Jahr 539 vor Chr., entstanden also vor 2565 Jahren)

„Nun dass ich mit dem Segen von Ahura Mazda die Königskrone von Persien, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen aufgesetzt habe, verkünde ich, dass solange ich am Leben bin, und Mazda mir die Macht gewährt, ich die Religion, Bräuche und Kultur der Länder, von denen ich der König bin, ehre und achte und nicht zulasse, dass meine Staatsführer und Menschen unter meiner Macht die Religion, Bräuche und Kultur meines Königreiches oder anderer Staaten verachten oder beleidigen. Ich setze heute die Krone auf und schwöre bei Mazda, dass ich niemals meine Führung einem Land aufzwingen werde. Jedes Land ist frei zu entscheiden, ob es meine Führung möchte oder nicht, und wenn nicht, versichere ich, dass ich niemals dies mit Krieg aufzwingen werde.

Solange ich der König von Persien, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einem anderen Unrecht tut, und wenn jemandem Unrecht geschieht, dann werde ich ihm sein Recht zurückgeben und den Ungerechten bestrafen.

Solange ich der König bin, werde ich nicht zulassen, dass sich jemand ohne einen Gegenwert oder ohne Zufriedenheit oder Zustimmung des Besitzers sich sein Eigentum aneignet. Solange ich am Leben bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einen Menschen zu einer Arbeit zwingt oder die Arbeit nicht gerecht vergütet.

Der Kyros-Zylinder, Cyrus cylinder vor 2500 Jahre

Ich verkünde heute, dass jeder Mensch frei ist, jede Religion auszuüben, die er möchte, und dort zu leben, wo er möchte, unter der Bedingung, dass er das Besitztum anderer nicht verletzt. Jeder hat das Recht, den Beruf auszuüben, den er möchte, und sein Geld so auszugeben, wie er möchte, unter der Bedingung, dass er dabei kein Unrecht begeht.

Ich verkünde, dass jeder Mensch verantwortlich für seine eigenen Taten ist, und niemals seine Verwandten für seine Vergehen büßen müssen und niemand aus einer Sippe für das Vergehen eines Verwandten bestraft werden darf. Bis zu dem Tage, an dem ich mit dem Segen von Mazda herrsche, werde ich nicht zulassen, dass Männer und Frauen als Sklaven gehandelt werden, und ich verpflichte meine Staatsführer, den Handel von Männern und Frauen als Sklaven mit aller Macht zu verhindern. Sklaverei muss auf der ganzen Welt abgeschafft werden! Ich verlange von Mazda, dass er mir bei meinem Vorhaben und Aufgaben gegenüber den Völkern von Persien, Babylon und den Ländern aus vier Himmelsrichtungen zum Erfolg verhilft.“ Groß-König Kurosh wurde auch in der Bibel benannt als Befreier:

 Die erste Menschenrechtscharta der Menschheit. Diese stammt von dem Perser König Kyros der Große (580-529 v. Chr.) und ist über 2500 Jahre alt. Der Steinzylinder auf den die Schriften gemeißelt worden sind, wurde 1878 bei den Ausgrabungen an der antiken Stadt Babylon entdeckt. Kyros der Große formulierte diese Sätze nach dem er das Babylonische Reich besiegt hatte und das Persische Reich begründete. Das von ihm errichtete Herrschaftssystem sollte auf Toleranz und Schonung der Gegner beruhen.

1971 bildete König Kyros´ Menschenrechtscharta die Grundlage für die Formulierung der ersten Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen.

Seit 2006 wird der Zylinder in dem Bastan Museum im Iran ausgestellt. Das Museum wurderenoviert und erdbebensicher gemacht.

Quelle

2 Responses to Die Menschenrechts-Charta von Kurosh, dem Großen

  1. Rums Götterschwert sagt:

    Kyros hatte das geschafft, was bis heute nicht umgesetzt wurde:
    Eine radikale Säkularisation innerhalb des gesammten Reiches. Keine staatliche Unterstützung für Kirchen oder sonstige religiöse Vereine, dennoch garantie des friedfertigen Praktizierens des Glaubens.

    Deswegen mussten wohl die ägyptischen Priester Kambyses gehasst haben, da er in Ägypten Kyros Charta mit eiserner Faust durchgesetzt hatte.

    Man, ich wünschte, Leute wären sich dessen mehr bewusst. Aber ne, hat ja „nichts mit Europa zu tun“.

    • wieni2010 sagt:

      Würde mich sehr freuen, wenn der grosse König Cyrus mir im Traum erscheinen würde, um mir einen Rat zu geben, wie man SEIN Volk von dieser IR-Tyrannei befreien könnte. Würde es sofort über Twitter #iranelection verbreiten …

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