Verwirrung um Aschtiani


Zuerst die Meldung, Aschtiani wurde freigelassen, und danach heisst es

Staatsfernsehen im Iran: Aschtiani nicht frei

Die zum Tode verurteilte Iranerin Sakineh Mohammedi Aschtiani ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens nicht freigelassen worden. Die „Mörderin“ Mohammedi Aschtiani sei nicht auf freiem Fuß, berichtete der englischsprachige iranische Sender Press TV heute auf seiner Website. Gegenteilige Angaben seien Teil einer „großen Propagandakampagne der westlichen Medien“.

Gestern Abend hatte die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, gesagt, sie habe Informationen, wonach Aschtiani, ihr Sohn und ihr Anwalt frei seien. Am Abend werde es in Press TV eine Sendung geben, in der das „zu hundert Prozent bestätigt“ werde.

International großes Aufsehen erregt

Press TV veröffentlichte gestern Fotos, die Aschtiani offenbar während eines Freigangs vergangene Woche zusammen mit ihrem Sohn bei ihrem Haus zeigten. Dazu hieß es nun auf der Website von Press TV, der Sender habe bei den iranischen Justizbehörden erwirkt, Aschtiani in ihr Haus zu begleiten, um dort ihre Mordtat nachzustellen.

Aschtiani war 2006 wegen der angeblichen Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann und wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Die Verurteilung wegen Mords wurde im Jahr 2007 in zehn Jahre Haft umgewandelt, die Todesstrafe wegen Ehebruchs jedoch im selben Jahr bestätigt. Der Fall hatte international für großes Aufsehen gesorgt.

Quelle

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