Iran soll Hisbollah-Hilfe gekürzt haben


Jerusalem (dpa) – Der Iran hat nach israelischen Informationen die Finanzhilfe für die radikale Hisbollah-Miliz im Libanon um 40 Prozent gekürzt. Die israelische Zeitung «Jerusalem Post» berichtete am Donnerstag, der Grund sei Geldknappheit Teherans wegen der westlichen Sanktionen. Die Kürzungen hätten zu erheblichen Spannungen zwischen dem Iran und der Hisbollah geführt. Zudem herrsche nun eine «nie dagewesene Krise» innerhalb der radikalislamischen Organisation, die als Erzfeind Israels gilt.

Das Blatt betonte, die Kürzungen erfolgten kurz vor einer erwarteten Anklage der Hisbollah durch ein UN-Sondertribunal wegen der mutmaßlichen Beteiligung an dem Mord an dem früheren libanesischen Regierungschef Rafik Hariri. Offiziell ist über den Inhalt der Anklageschrift jedoch noch nichts bekannt.

Den israelischen Informationen zufolge hatte der Iran in den vergangenen Jahren Militärhilfe in Höhe von jährlich knapp einer Milliarde Dollar an die Hisbollah geleistet. Damit habe die auch politisch sehr einflussreiche Miliz den Kauf moderner Waffen, die Ausbildung und Bezahlung von Aktivisten sowie den Aufbau von Kampfposten im Libanon finanziert.

Israel und die Hisbollah hatten sich im Jahre 2006 einen blutigen einmonatigen Krieg geliefert. Dabei wurden im Libanon etwa 1200 Menschen getötet, auf israelischer Seite kamen 44 Zivilisten und 119 Soldaten zu Tode.

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