Irans Ex-Außenminister verärgert über Entlassung


Manouchehr Mottaki

In einer ersten öffentlichen Reaktion seit seiner Entlassung hat Irans Ex-Außenminister Manuchehr Mottaki den überraschenden Schritt seines Präsidenten verärgert kommentiert. Die Entlassung während einer Auslandsreise sei «unislamisch und beleidigend».

Ex-Außenminister Manuchehr Mottaki hat sich verärgert über seine überraschende Entlassung geäußert.Das sagte Mottaki am Sonntag zu seiner Entlassung. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte seinen Außenminister am vergangenen Montag überraschend entlassen, als dieser auf Dienstreise im Senegal war.«Eine derartige Einstellung gegenüber einem Minister im Einsatz war unislamisch, im Widerspruch zu politischen und diplomatischen Normen und auch ziemlich beleidigend», teilte Mottaki in einer Erklärung mit, die von der Agentur Fars verbreitet wurde. Er habe auch vor seinem Abflug in den Senegal keinen Hinweis auf die bevorstehende Entlassung erhalten. «Ich hatte ein Treffen mit Ahmadinedschad vor der Reise, aber das Thema wurde überhaupt nicht angesprochen», sagte Mottaki.Nach offiziell unbestätigten Berichten steht die Entlassung Mottakis in Zusammenhang mit Berichten der Internet- Enthüllungsplattform Wikileaks, nach denen Saudi-Arabien und der Golfstaat Bahrain die USA zu militärischen Aktionen gegen den Iran gedrängt haben sollen. Als Nachfolger wurde der Chef der iranischen Atomorganisation, Ali-Akbar Salehi, ernannt.

 

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