Atomwaffenprogramm – Iranischer Ex-Diplomat beschuldigt Teheran


Mohammad Reza Heydari

Der abtrünnige iranische Ex-Diplomat Mohamed Reza Heydari hat seinem Land erneut vorgeworfen, Kernwaffren zu entwickeln. Dabei würden die Behörden in Teheran u.a. mit nordkoreanischen Wissenschaftlern zusammenarbeiten, so der frühere Konsul in Oslo. „Wir hatten die Anweisung, auf jegliche Visa- und Passkontrollen für Palästinenser, die zur Hamas gehören, und nordkoreanische Militärs und Ingenieure zu verzichten, die den Iran regelmäßig besuchen“, so Reza Heydari in der englischen Zeitung „Daily Telegraph“. „Die Nordkoreaner waren sämtlich Techniker und Militärexperten, die in zweierlei Hinsicht in Irans Atomprogramm involviert waren. Zum einen sollten sie dem Iran ermöglichen, die Fähigkeit zum Bau einer Atombombe zu erreichen, und zum anderen sollten sie dabei helfen, die Reichweite von Irans ballistischen Raketen zu erweitern.“ Eine nicht näher bezeichnete „westliche Quelle“ berichtet dem Blatt zu Folge, daß Iran im Gegenzug die von Nordkorea verwendete Standardzentrifuge zur Urananreicherung entwickelt habe.

Die Motivation Reza Heydari, der in den vergangenen Monaten regelmäßig schwere Anschuldigungen gegen den Iran erhebt, sind unklar. Der Diplomat hatte seinen Posten nach den regierungsfeindlichen Ausschreitungen in Teheran zu Jahresbeginn niedergelegt und lebt seither als politischer Exilant in Norwegen. Zuvor stand er 20 Jahre in höheren Funktionen im auswärtigen Dienst der Islamischen Republik. Reza Heydari hatte seinen Schritt nicht begründet.

Quelle

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