Stuxnet soll Tausend iranische Uran-Zentrifugen zerstört haben


ISIS-Report geht von erfolgreicher Sabotage Irans Atomprogramm aus

 

Welche Schäden der Computer-Virus tatsächlich angerichtet hat, wird – sofern sich die Iranische Regierung weiter in Schweigen hüllt – vielleicht nie ans Tageslicht kommen. Doch nach Analysen diverser Sicherheitsspezialisten wie Ralph Langer oder dem US-Unternehmen Symantec dürfte der bislang fortschrittlichste Cyber-Schädling per Design das Iranische Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen haben. Nun hat eine weitere renommierte Organisation im Zuge einer Untersuchung diese Vermutungen bekräftigt. Das Institute for Science and International Security (ISIS) geht laut Spiegel-Bericht davon aus, dass der Virus rund 1.000 der 10.000 in Natanz eingesetzten Zentrifugen zur Urananreicherung außer Gefecht gesetzt haben könnte. Die komplette Zerstörung sei damit zwar nicht gelungen, tatsächlich hätten die Angreifer Irans Atomprogramm aber massiv sabotiert. 

Heimlich

Die Forscher stützen ihre Angeben auf einen Zentrifugenausfall im zweiten Halbjahr 2009, als rund 10 Prozent der Zentrifugen in Natanz abgeschaltet werden mussten. Zwar könnte der Ausfall auch auf einen fehlerhaften Zusammenbau der Maschinen zurückzuführen sein, dies gelte allerdings als unwahrscheinlich. Der Iran soll durch ständiges Nachrüsten der Zentrifugen versucht haben, die Defekte zu verschleiern.

Wie bereits bekannt, sei Stuxnet bei der Sabotage sehr diskret vorgegangen. Der Grund, weshalb den Technikern der Befall lange Zeit nicht aufgefallen sein dürfte, sei die diskrete Vorgehensweise des Schädlings. So habe der Virus die Laufgeschwindigkeit der Zentrifugenmotoren unauffällig gesteigert und dann wieder normalisiert, um keinen sofortigen Ausfall zu verursachen. Anstelle dessen verhinderte er auf diese Weise, dass genug Uran angereichert werden konnte und die Maschinen langsam defekt wurden.  

Geheimdienstwissen notwendig

Der Bericht des ISIS weist darauf hin, dass zur gezielten Manipulation der Anlagen Detailwissen (wie die Laufgeschwindigkeit der Zentrifugen) von Nöten war, über das nicht einmal die Internationale Atombehörde verfügt. Laut Spiegel sei dies ein weiterer Hinweis darauf, dass westliche Geheimdienste hinter den Cyber-Angriffen stehen.

Quelle

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