Iran: Gonabadi Derwische befreien ihren Scheich aus dem Gefängnis


Scheich Morteza Mahjoubi

Mehrere Augenzeugen bestätigten die gewaltsame Verhaftung von Scheich Morteza Mahjoubi am 2. Januar 2011 in Isfahan.
Um die 20 Zivilagenten und einige Polizeibeamte brachen die Türe des Hauses auf und wollten Mahjoubi verhaften. Der aus Malayer stammende Scheich aus dem Gonabadi Orden war zu Besuch bei einer Derwischfamilie. Die Agenten konnten keine Beschuldigung vorbringen.

Eine Augenzeugin sagte: “Sie waren mit fünf Autos gekommen. Drei Autos waren voller Zivilagenten und zwei Polizeiautos waren dabei. Nachdem sie die Türe gewaltsam aufgebrochen hatten, bestanden sie darauf den Scheich mitzunehmen und waren über seine beharrliche Weigerung überrascht.”
Die Familie versuchte den Scheich zu beschützen, denn er wollte nicht mit Leuten mitgehen, die er nicht kannte und die nichts gegen ihn vorzubringen hatten. Schließlich begannen die Agenten auf alle einzuschlagen und gingen gegen die schreienden Frauen mit Pfefferspray los.
Der Scheich wurde zusammen mit vier weiteren Personen verhaftet und in das Gefängnis nach Dastgerd gebracht.

Seit Mahmoud Ahmadinedjad seine erste Präsidentschaft angetreten hat, sehen sich die ca 4. Millionen Mitglieder des schiitischen Sufi-Ordens einer Regierungskampagne gegen seine Gebäude und Zusammenkünfte gegenüber. In einer Nacht und Nebel Aktion zerstörten die Behörden im Februar 2009 eine wichtige Gebetsstätte in Isfahan.

Sehr schnell riefen einige Derwische Mitglieder der Internationalen Organisation zum Schutz der Menschenrechte im Iran und des Internationalen Komitees für die Rechte von Studenten und Sufis im Iran an und schilderten was vorgefallen war. Diese in Europa und Amerika ansässigen Mitglieder informierten sofort die Medien und riefen die Derwische in Isfahan und in ganz Iran dazu auf vor das Gefängnis von Dastgerd zu gehen und zu protestieren.
Schnell kamen um die 5.000 Menschen vor dem Gefängnis zusammen und forderten lautstark die Freilassung des Scheichs. Sie ließen sich auch nicht vertreiben als bewaffnete Wachen vor das Tor traten und mit dem Gebrauch von Schusswaffen drohten. Trotz der Drohungen wurden die Wachen zurück in das Gefängnis gedrängt, während immer mehr Leute vor das Gefängnis strömten.
Nach vier Stunden kamen Scheich Mahjoubi und sein Sohn frei. Er kehrte prompt nach Isfahan zurück und gab ein Statement ab: “Ich werde ausschließlich den Anordnungen meines Lehrers folgen und mich nicht von anderen herumkommandieren lassen. Wir werden angesichts von Ungerechtigkeiten aufrecht bleiben.”

Quelle

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