„Wut und Hass“


Die iranische Regierung ruft für Freitag zu Demonstrationen gegen die Opposition auf. Die Bewohner sollen „ihre Wut und ihren Hass“ gegen die „Verbrechen“ der Opposition zum Ausdruck bringen.


Die iranische Führung unter Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat die Bevölkerung für Freitag zu einer Demonstration gegen die Opposition des Landes aufgerufen. Der Rat zur Koordination islamischer Propaganda rief am Mittwoch in einer vom Staatsfernsehen zitierten Mitteilung zum Protest „gegen die Anführer der Aufständischen“ auf. Die Bewohner sollten „ihre Wut und ihren Hass“ gegen deren „abscheuliche Verbrechen“ zum Ausdruck bringen, hieß es.

In der Mitteilung wurden die Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi und Mehdi Karoubi sowie die Volksmujaheddin und die „Monarchisten“ als Feinde benannt.

 

 Zwei Tote, zahlreiche Festnahmen

Die iranische Opposition hat unterdessen die blutige Unterdrückung von Protesten gegen das Regime verurteilt. Die Staatsmacht war am Montag massiv gegen Demonstranten vorgegangen, zwei Menschen wurden getötet, zahlreiche Teilnehmer festgenomme . Nach einem Aufruf der Opposition waren Tausende in Teheran und mindestens fünf weiteren Städten auf die Straßen gegangen.

„Die Grüne Welle setzt sich nur für die Werte der Revolution (von 1979), für Freiheit und verfassungsmäßige Rechte ein, und diese Bewegung stützt sich auf die Kraft des iranischen Volkes“, betonte Mussawi auf seiner Webseite. Mehr als 200 Abgeordnete hatten am Dienstag im iranischen Parlament die Todesstrafe für Mussawi und Karoubi gefordert, weil sie die jüngsten Proteste mit Hilfe westlicher Länder organisiert hätten.

„Ich habe keine Angst vor Drohungen“

„Ich habe keine Angst vor Drohungen. Ich bin bereit, jeden erforderlichen Preis zu zahlen“, erklärte Karoubi auf seiner Webseite. „Aber statt zu drohen, solltet ihr (die Regierung) lieber alle politischen Gefangenen freilassen, die Unterdrückung der Menschen beenden, Pressefreiheit zulassen und die Verfassung achten“, schrieb der Oppositionspolitiker weiter.

Quelle

One Response to „Wut und Hass“

  1. jack sagt:

    Wenn sich diese Typen intern umbringen würden, das hätte schon Vorteile!
    Könnte es aber nicht auch so ein Spiel sein, irgendwann werden die Figuren intern ausgetauscht, nach Außen erscheint das wie eine erfolgreiche Revolution und Mussawi und Karrubi & Co. regieren wieder 32 Jahre? Das System ist tot – es lebe das System!

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