„Khamenei ist ein alter, kranker Mann“


Wie lange noch ???
Eine völlige Demontage Ahmadi-Nejads würde Khamenei selbst beschädigen

Mahmud Ahmadi-Nejad lernt soeben die Lektion, die noch jeder Präsident der Islamischen Republik Iran vor ihm lernen musste: dass seine Macht beschränkt ist und, sollte er das vergessen, das System schnell reagiert. Sein Fall unterscheidet sich jedoch insofern von den anderen, als er der Augapfel des religiösen Führers war, sein Wunschpräsident. Deshalb muss Khamenei ihm nach einer Krise immer wieder öffentlich die Stange halten. Eine völlige Demontage würde ihn selbst beschädigen.

Spannend ist der Machtkampf auch deshalb, weil die religiösen Traditionalisten im Iran, die Ahmadi-Nejad nun einbremsen, die westlichen Analysen zu teilen scheinen, dass dieser den Iran in Richtung einer Militärdiktatur führen will, auf Kosten der islamischen Prinzipien der Republik und zugunsten eines iranischen Nationalismus. Was einmal mehr zeigt, wie kurz gegriffen der medial strapazierte Begriff „Mullahregime“ und die Bezeichnung „Konservativer“ für den Präsidenten sind.

Ahmadi-Nejads Versuche, Geheimdienst- und Ölministerium unter seine Kontrolle zu bringen, sind erst einmal gescheitert wie sein Plan, seinen Intimfreund Esfandiar Rahim-Meshaie – den unter Hexereiverdacht stehenden Erfinder des „Iran first“ – für die nächsten Präsidentschaftswahlen, zu denen er nicht mehr antreten kann, in Stellung zu bringen. Aber bis 2013 ist es noch eine Weile, und Ali Khamenei ist ein alter, kranker Mann.

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