Wo ist meine Stimme ?


Tehran June 2009

Dieser Film geht ganz neue, ungewöhnliche Wege: Er gibt den Menschen eine Stimme, die sich während der Proteste um die Wahlmanipulationen im Iran heimlich über Handy und Internet, über Telefonate und Blogs, über heimliche Botschaften und versteckte Notizen geäußert haben. Nur so konnten sie im vergangenen Jahr die staatliche Zensur umgehen und dafür sorgen, dass unabhängige Nachrichten aus dem Land kamen. die story dokumentiert die Sprache und Empfindungen dieser Menschen, aber er gibt ihnen auch ein Gesicht – die Gesichter von gezeichneten Figuren, die im Film Azadeh und Kaveh heißen und die für die ganz persönlichen Schicksale unterdrückter, verhafteter und protestierender Menschen im Iran stehen. Diese gezeichneten Geschichten verschmelzen mit Archivmaterial des Protests und mit Original-Interviews zu ungewöhnlich intensiven Bildcollagen. Der Filmstil ist atemberaubend intensiv: Die weiten, offenen und farbenfrohen Bilder werden in der Zeit nach den iranischen Wahlen und mit der Niederschlagung der Bewegung immer dichter und düsterer, bis sie am Ende in den Gefängnissen und in den Zellen klaustrophobisch und fast monochrom werden.

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