Pulverfass Iran: Wohin treibt der Gottesstaat ?


Kamran Safiarian

Habe mir gestern dieses Buch gekauft und schon ein wenig darin geschmöckert. Musste schon feststellen, dass beim Autor (Kamran Safiarian) nicht sehr grossen Optimismus, was die Grüne Bewegung anbelangt, herrscht. Das Problem ist, seiner Meinung nach, die Religion, die sehr stark im Land verwurzelt ist. Da die herrschenden „Tyrannen“ sich von „Gott“ berufen fühlen und im seinem Sinne agieren, können die Menschen sie nicht abweisen, denn sonst würden sie sich selbst gegen ihren Allmächtigen stellen.

Das ist das eigentliche Dilemma.

 

Der Iran ist ein facettenreiches und komplexes und bisweilen widersprüchliches und paradoxes Land. Im Iran gibt es immer beide Extreme – Diktatur und Demokratie, Tradition und Moderne, Religiöse Hardliner wie Säkulare, Regimetreue und Demokraten. Vieles erscheint widersprüchlich, der Spagat zwischen Tradition und Moderne bringt zerrissene Persönlichkeiten mit sich. Den Iran kennzeichnet nach außen ein Präsident, der den Holocaust leugnet und für Atomrüstung und Unterdrückung steht. Kamran Safiarian zeigt das andere Gesicht des Gottesstaates und revidiert das durch Vorurteile geprägte Iran-Bild. Er präsentiert den Lesern unvermutete und oft überraschend Facetten einer verschleierten und verschlossenen Gesellschaft. Die Darstellung dieser kaum bekannten Seite des Iran ist verflochten mit politischen Analysen und historischen Hintergrundskizzen. Ein aktuelles und ungeschöntes, aber auch jenseits der gängigen Vorurteile, Klischees und Muster liegendes Bild vom heutigen Iran.

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